Letzte Telefonate vor dem Einsatz

2. Februar: Einsatz in Afrika

Mit Datum vom 04.02.2004 erging der Einsatzauftrag des THW für den Kameraden René Pfotenhauer aus dem Ortsverband Brandenburg für einen Einsatzin Sierra Leone; West Afrika. Es werden dort derzeit Kräfte des THW im Bereich Elektro- und Kfz-Technik eingesetzt im Rahmen des Autrages der Vereinten Nationen UNAMSIL. Dieser Einsatz des Kameraden Rene Pfotenhauer setzt eine intensive Schulung innerhalb des THW in Vorbereitung auf Auslandseinsätze und langfristige gesundheitliche Vorsorge voraus (u.a. Impfschutz). Der Einsatz des Kameraden Pfotenhauer ist in Sierra Leone bis einschließlich 29.02.2004 geplant.

by Olaf

27.-29.2.: Helfer sprengen Kasernengebäude

Das ehemalige russische Kasernengelände in Roßlau gleicht nur noch einem Trümmerfeld und alle sind zufrieden. Grund dafür, die Sprengung von insgesamt 4 Armeekasernen ist geglückt. Von Freitag bis Sonntag beteiligten sich 7 fachlich ausgebildete Helfer des Technischen Hilfswerkes aus Brandenburg an der großräumig angelegten Niederlegungsaktion von Militärgebäuden in Sachsen Anhalt. Dabei unterstützen sie 6 weitere THW-Ortsverbände aus der Region. Nach einer ersten Begutachtung der jeweiligen Gebäude, wurde unter der fachlichen Anleitung des THW-Sprengberechtigten Siegfried Nowak die ca. 900 Sprengladungen gewissenhaft in die dafür vorgesehenen Bohrungen des Gebäudes verteilt und mit einer Sprengschnur verbunden. Am Ende der Sprengschnur und nach Abschluss der Vorbereitungen wartete Siegfried Nowak dann auf die Freigabe, um die Sprengung für eines der 4 Gebäude auslösen zu können. Am Ende dieser kräfteaufreibenden Aktion wurden alle 4 Gebäude kontrolliert zum Einsturz gebracht. Nicht mal die in 5 Meter Entfernung stehenden Bäume wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Ziel der Sprengaktion war die lauernde Gefahr von maroden einstürzgefährdeten Gebäuden im Vorfeld abzuwenden. Bei den baulichen Besonderheiten von Militäranlagen hat die Sprengtruppe des OV-Brandenburg ihre fachliche und technische Kompetenz bewiesen und sich im Sinne des Zivil- u. Katastrophenschutzes bewährt.

by Manja

6.3.: Retten aus Höhen

Am Samstag, dem 06.03.04, fand für die beiden Bergegruppen des technischen Zuges eine Ausbildung zum Thema "Seilbahnen" bzw. "Rettung aus Gefahrenlagen unter Zuhilfenahme von drahtseilgestützten Aufbauten zur Überwindung von Höhenunterschieden" statt.
Es geht bei einer solchen Ausbildungen unter Anderem darum, selbst zu erfahren, wie man sich als "Zu-Rettender" in einer solchen Seilbahn - komplett bewegungsunfähig - fühlt. Nur so ist man als Helfer/Retter in der Lage, ehrlich zu sagen:"Keine Angst, ich habe das auch schon gemacht und alles lief gut!".

22.3.: Evakuierung wegen Bombenfundes

Am 22.03.04 wurde das THW OV Brandenburg alarmiert. Im Zuge der Bauarbeiten war eine Fliegerbombe von 500 kg Gewicht gefunden worden. Um eine gefahrlose Entschärfung der Bombe durch den Munitionbergungsdienst abzusichern hatte der Stab SAE der Stadt Brandenburg eine großflächige Evakuierung angeordnet. Insgesamt waren ca. 4000 Einwohner Brandenburgs der Stadtteile Krakauer Vorstadt, Nord und Upstallstrße-Beetsseeufer betroffen. Es wurden 3 Einsatzabschnitte eingeteilt und die Helfer der Feuerwehren, des DRK, der JUH und des Technischen Hilfswerkes OV Brandenburg den Abschnitten zugeordnet. Die Helfer des OV Brandenburg begannen diesen Einsatz um 04.30 Uhr im Ortsverband. Die Ortsverbände Potsdam und Rathenow unterstützten mit jeweils 3 bzw. 2 MTW, da ein Teil der Fahrzeuge des OV Brandenburg zur Überprüfung im FTZ Borgheide stand. Insgesamt stand die Aufgabe den Bereich der Krakauer Vorstadt darauf zu kontrollieren, ob die angeordneten Maßnahmen der Evakuierung durch die betroffenen Bürger eingehalten wurden. Bei der verzweigten Struktur des Gebietes in der Kürze der Zeit eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit Unterstützung von 10 Kameraden des DRK und Kameraden der JUH wurde jedoch das zugewiesenen Gebiet in der vorgeschriebenen Zeit kontrolliert.

Zur Mittagszeit kam dann die Meldung: Bombe entschärft. Die Einsatzkräfte bekamen alle auf dem Gelände der neuen Feuerwehr eine Mahlzeit und konnten in die Unterkünfte zurückverlegen.

Insgesamt war der OV Brandenburg mit 34 Kameraden im Einsatz, unterstützt durch 3 Kameraden aus Potsdam.

by A

15.-22.4. Übung im Süden Frankreichs

Am 15.04.2004 erhielt der Ortsverband Brandenburg den Einsatzauftrag zur Teilnahme an der Waldbrandübung auf EU-Ebene im Süden Frankreichs. Neun Kameraden des Ortsverbandes nehmen als 1. Bergegruppe und als Zugtrupp in Zusammenarbeit mit der Pumpengruppe aus Rathenow teil. Sie werden unter Anderem mit der Spezialpumpe ( 15.000 l/min) für die ausreichende Wasserzufuhr für die Kameraden der Feuerwehren sorgen. Zusammen mit 23 Angehörigen der Feuerwehren des Landes Brandenburg und weiteren 14 THW-Helfern der Ortsverbände Rathenow und aus Berlin wurde im Morgengrauen des 16.04.2004 im FTZ Borkheide der Konvoi aus 13 Fahrzeugen mit Spezialtechnik zusammengestellt. Im Beisein des Länderbeauftragten des THW Herrn Metzger, des Landesbrandmeisters Herrn Helmdach und des Referatsleiters des Ministeriums des Innern des Landes Brandenburg Herrn Schmidt wurden die Teilnehmer an dieser Übung um 06.30 Uhr in Marsch gesetzt.

Ziel der Übung ist die Erprobung der EU-Mechanismen anhand eines Waldbrandszenarios unter Einsatz realer Einheiten. Gleichzeitig wird das Zusammenspiel der Kat-S Einheiten der EU Staaten geprobt. Es nehmen Kräfte aus 8 Staaten an dieser Übung teil.

Die Übung dauerte bis zum 22.4.2004 an.

by Olaf

 

30.6.: Hilfsgütertransport nach Bulgarien

Am auf Anfrage des Landesfeuerwehrvereins Brandenburg unterstützt das THW OV Brandenburg einen Hilfsgütertransport nach Bulgarien. Diese Hilfsaktion für den weiteren Aufbau der bulgarischen Feuerwehren wurde vor vier Jahren vom Landesfeuerwehrverband und dem Werkfeuerwehrverband Brandenburg ins Leben gerufen. Durch den Innenminister des Landes Brandenburg wurden vier Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge zur Übergabe in Marsch gesetzt. Es sind diese ein TLF 16 W50, ein Schlauchwagen LKC W50, ein ausgebauter Vorausrüstwagen und ein Rettungstransportwagen. Neben diesen Fahrzeugen wird den Feuerwehren in Sofia ein Notstromaggregat, Wasserführende Armaturen und Atemschutztechnik übergeben. Weiterhin sind Kindersachen, Spielzeug, Sanitärartikel und technische Artikel für ein in die Spendenaktion einbezogenes Kinderheim an Bord. Der OV Brandenburg unterstützt diese Aktion mit einem Gespann der Fachgruppe Räumen, Kipper und Tieflader.

Die drei Kameraden Dennis Bothe, Rene Pfotenhauer und Stefan Raak sind am Freitag früh um 07:00 Uhr mit den Kameraden der Feuerwehren im Konvoi gestartet, und am heutigen Tag, dem 28.06.2004 in den Morgenstunden am Zielort bei Sofia eingetroffen. Der Rückmarsch wird voraussichtlich am Mittwoch dem 30.06.2004 beginnen.

by Olaf